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Multitasking – ein echtes Problem

Wir leben in einer Welt ständiger Ablenkung sowie Erreichbarkeit und vielfältigen Aufgaben. Da ist es verlockend mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, um schnell und effizient zu sein. Gerade Frauen wird nachgesagt, dass sie Multitasking so gut können.

Meiner Meinung nach ist der daraus resultierende Anspruch viel zu hoch und Erschöpfung naht, wenn wir dem nachkommen wollen. Es ist ein Mythos, dass Multitasking funktioniert und wir dadurch schneller und effizienter sind. In diesem Beitrag möchte ich dem Mythos Multitasking etwas genauer betrachten und schauen, was sinnvoll ist.

Bist du dabei?

Ist Multitasking wirklich effizient?

Es macht zwar den Anschein, als würden wir die Aufgaben gleichzeitig erledigen, jedoch wechseln wir tatsächlich mit unserer Aufmerksamkeit nur sehr schnell zwischen den Aufgaben hin und her. Dies geschieht nicht ohne Verluste. Es entstehen vielmehr Wechselkosten. Diese wiegen in Zeit und mentale Energie.

Welche Effekte hat Multitasking genau?

Lassen wir uns die Folgen der Wechselkosten einmal genauer beleuchten. Diese haben nicht nur einen Einfluss auf die Arbeitsergebnisse, sondern ebenso auf unsere Gesundheit:

Mensch mit sieben Armen und noch mehr Aufgaben.

Schlechtere Leistung durch Multitasking

Wir neigen vermehrt zu Fehlern, wenn wir mehrere Aufgaben versuchen parallel zu erledigen. Wir konzentrieren uns nicht, darunter leidet unsere Leistung.

Multitasking führt zu Überlastung und Stress

Das ständige switchen zwischen den Aufgaben erhöht den Stress und mentale Erschöpfung. Wir fühlen und agieren nicht mehr, sondern reagieren nur noch und fühlen uns überfordert.

Mensch schlägt Hände vor das Gesicht und um den Kopf herum ist es ein großes Wirrwarr.

Verlangsamte Denkprozesse

Multitasking beinhaltet Wechselkosten und diese brauchen mentale Energie. Dadurch verlangsamen sich die Denkprozesse für die eigentlichen Aufgaben und komplexe Herausforderungen können nicht mehr so effektiv gelöst werden.

Gedächtnisleistung nimmt durch Multitasking ab

Wir können nicht mehr so gut auf die Informationen zugreifen, welche wir während des Multitaskings verarbeitet haben. Der Fokus fehlte, um die Informationen tief zu verarbeiten.

Frau schlägt sich Hand auf die Stirn und der Kopf ist nach oben gerichtet - nicht merken können.

Kreativität nimmt ab

Kreativität braucht einen entspannten Zustand. Wenn wir Multitasking betreiben und schnell zwischen den Aufgaben hin- und herspringen sind wir nicht in einem entspannten Zustand. Problemlösungen brauchen jedoch häufig kreative Lösungen.

Warum eins nach dem anderen besser ist als Multitasking?

Erhebliche Vorteile hat das Fokussieren auf eine Aufgabe zurzeit gegenüber Multitasking. Lassen wir uns hier einen Blick darauf werfen:

Produktivität

Die gesamte mentale Kapazität ist für das Lösen einer Herausforderung gegeben.

Bessere Qualität ohne Multitasking

Fokussiertes Arbeiten erlaubt es uns genauer zu arbeiten und Fehler zu vermeiden. Es muss nach einem Wechsel nicht immer wieder noch einmal der letzte Denkprozess wiederholt werden.

Klemmbrett mit Checkliste soll gute Leistung symbolisieren.

Weniger Stress

Weniger Ablenkungen sind gegeben, wenn wir nicht immer noch weitere Aufgaben parallel im Kopf haben. Volle Konzentration auf eine Aufgabe reduziert den Stress.

Ohne Multitasking schnelleres Lernen

Durch fokussiertes Arbeiten können wir ein tieferes und vernetztes Verständnis erhalten und dadurch besser Lernen.

Steigerung der Kreativität

Wenn wir Zeit haben, uns auf eine Aufgabe zu konzentrieren und keinen Stress spüren, werden wir kreativer.

Frau zeigt auf eine große Glühbirne, welche voller bunter Bilder und Ideen steckt - Kreativität

Was hilft dabei Multitasking „abzulegen“

Das Wissen, dass es Wechselkosten gibt, ist ein wichtiger rationaler Punkt. Es ist nicht so, dass wir noch mehr gleichzeitig leisten müssen! Das ist ein Mythos und wir dürfen Schritt für Schritt gehen. Das ist wirklich der smarte Weg.

Neben dem Rationalen ist es meines Erachtens nach viel bedeutender zu fühlen! Im Moment zu sein und sich auf diese eine Aufgabe zu konzentrieren. Nicht im Nachher oder bei den anderen Aufgaben zu hängen, sondern bewusst einen Fokus zu setzen. Das gibt ein Gefühl von Stabilität und Selbstwirksamkeit.

Terminplan mit Haken, Mensch der sich bewegt sowie ein Mensch, der in einer Hängematte eine Pause macht - hilfreich, um Multitasking abzulegen.

  • Achtsamkeit: Wenn du wirklich präsent und entspannt bist, wirst du die besten Ergebnisse erhalten und dich gleichzeitig gut fühlen. Du bist keine Maschine, sondern ein fühlendes Wesen und das ist gut so.

  • Plane deine Aufgaben: So weißt du, dass nichts hinten „runterfällt“ und kannst dich ganz auf die aktuelle Aufgabe konzentrieren.

  • Mache Pausen: Niemand kann sich non-stop konzentrieren. Erst Pausen ermöglichen es dir gute Leistungen zu erbringen. Stell dir am besten einen Wecker, stehe kurz auf und bewege dich ein bisschen. So kommt nicht nur dein Körper in Bewegung, meistens auch deine Gedanken.
  • Ablenkung adé: Social Media, Handy ausstellen und für ein geordnetes Umfeld sorgen. So kannst du dich besser auf die anstehende Aufgabe konzentrieren.

Falls du nun denkst, klar das werde ich machen und später merkst, dass du es nicht umsetzten kannst, dann melde dich gerne und wir werden einen Weg finden. Buche dir gerne hierfür ein Kennenlerngespräch (0 Euro).

Sonnige Grüße

Annika